Die schwersten Auswirkungen der Klimakrise konzentrieren sich zunehmend auf wenige konfliktbetroffene Länder. 17 Länder stehen heute im Epizentrum dieser Schnittstelle von Klimavulnerabilität und anhaltenden bewaffneten Konflikten – alle 17 gehören zu den 21 Ländern, die IRC als am stärksten von den jüngsten Hilfskürzungen betroffen identifiziert hat, gemessen an humanitärem Bedarf, Schuldenlast und Entwicklungsstand.
Angesichts schwindender Ressourcen, wachsender Klimarisiken und systemischer Zusammenbrüche muss sich humanitäre Hilfe weiterentwickeln – hin zu lokal verankerten, anpassungsfähigen und skalierbaren Lösungen. Lokal definierte Prioritäten müssen die Agenda von Geber*innen und nationalen Regierungen bestimmen – nicht umgekehrt. Gemeinschaftliche Eigenverantwortung muss gestärkt, lokale Systeme müssen gefestigt werden.
IRC baut auf bewährte Praktiken, passt diese an fragile und konfliktbetroffene Kontexte an und verankert sie im lokalen Wissen. Gleichzeitig treibt IRC Innovationen voran, damit humanitäre Hilfe dem Ausmaß und der Dringlichkeit der Herausforderungen gerecht wird. Dazu gehören:
- Nutzung verhaltenswissenschaftlicher Erkenntnisse zur Entwicklung intuitiver und nachhaltiger Programmarbeit;
- Priorisierung kosteneffizienter, wirkungsvoller Maßnahmen für optimale Ressourcennutzung;
- Aufbau von Partnerschaften mit lokalen Akteur*innen, deren Fachwissen und Entscheidungsfindung die Programmgestaltung und -umsetzung prägen;
- Anwendung einer systemischen Perspektive zur Entwicklung systemischer Lösungen;
- Wahrung von Flexibilität und Anpassungsfähigkeit, damit Maßnahmen an sich rasch ändernde Bedingungen in langwierigen Krisen angepasst werden können.
Dieser Bericht zeigt, wie IRC mit einem forschungsbasierten, systemorientierten und lokal verankerten Resilienzmodell arbeitet. In einer Zeit wachsenden Drucks, kosteneffizienter zu arbeiten und Programme zu straffen, ist es unerlässlich, verstärkt auf bewährte, wirkungsvolle Strategien zu setzen. Indem IRC diese an die Realitäten fragiler Kontexte anpasst entstehen kontextgerechte und nachhaltige Programme zur Verstärkung der Fähigkeiten von lokalen Gemeinden und Systemen, auf künftige Schocks zu reagieren.