Die Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen (SDGs) sollten Armut weltweit beenden. Sie wurden jedoch für eine friedlichere Zeit entwickelt, die es heute nicht mehr gibt. Derzeit gibt es mehr aktive Konflikte als zu jedem Zeitpunkt seit dem Zweiten Weltkrieg, und die geopolitische Lage begünstigt weitere.
Der neue IRC-Bericht Global Goals for a World in Conflict zeigt: Mit nur noch vier Jahren bis zur Frist 2030 machen die SDGs vor allem eines sichtbar – die wachsende Ungleichheit zwischen fragilen, konfliktbetroffenen Gemeinden und friedlichen Kontexten.
IRC schlägt zwei parallele Schritte vor:
- In den verbleibenden vier Jahren die SDGs stärker auf die Länder und Gemeinden ausrichten, die am stärksten gefährdet sind – mit Maßnahmen, deren Wirksamkeit belegt ist, und mit einer Reform der Finanzierungs- und Umsetzungssysteme, die humanitäre Hilfe bislang ausbremsen.
- Für die Zeit nach 2030 eine neue Zielgeneration entwickeln, die aus den bisherigen SDGs lernt – mit weniger, klar priorisierten Zielen, die Konfliktkontexten von Anfang an ins Zentrum stellen.