Im Rahmen des EU-geförderten Projekts REACH hat IRC Deutschland den Bericht „Verstärkter Schutz für Betroffene und Überlebende sexualisierter Gewalt im Kontext von Ausbeutung und Menschenhandel" veröffentlicht. Er formuliert evidenzbasierte Empfehlungen, um anhaltende Schutzlücken für Betroffene von Menschenhandel in der EU zu schließen – mit besonderem Fokus auf geflüchtete und migrierte Frauen.
Grundlage sind ausführliche Interviews mit Partnerorganisationen in Italien, Spanien, Deutschland und Frankreich sowie eine breitere Befragung von 16 Fachkräften aus der Praxis.
Der Bericht benennt die Hürden, denen Betroffene beim Zugang zu Schutz und Unterstützung begegnen:
- fehlende Information und fehlendes Vertrauen,
- fragmentierte und unsicher finanzierte Angebote sowie
- neue Risiken durch den EU-Migrationspakt.
Die Empfehlungen richten sich an die Europäische Kommission und die EU-Mitgliedstaaten. Sie zielen darauf ab, Betroffene früher zu erkennen, sicher weiterzuvermitteln und ihnen unabhängig vom Aufenthaltsstatus Zugang zu Schutz zu sichern.
Das REACH-Konsortium hat den Bericht erstellt. Es wird von International Rescue Committee (IRC) Deutschland gemeinsam mit den Partnerorganisationen BeFree (Italien), Fundación de Solidaridad Amaranta (Spanien), VIJ/FIZ (Deutschland) und MIST (Frankreich) geleitet; die Europäische Union kofinanziert es über das Programm „Bürgerinnen und Bürger, Gleichstellung, Rechte und Werte" (CERV).