International Rescue Committee (IRC) ist zutiefst besorgt über die eskalierenden Feindseligkeiten im Nahen Osten und die wachsenden humanitären Folgen für die Zivilbevölkerung sowie für lebenswichtige zivile Infrastruktur.

Millionen Menschen in der Region sind bereits mit den Auswirkungen von Konflikten, Vertreibung, Klimaschocks und wirtschaftlicher Not konfrontiert. Die jüngste Eskalation droht besonders gefährdete Menschen noch tiefer in die Krise zu stürzen.

Die Feindseligkeiten der vergangenen 24 Stunden wirken sich unmittelbar auf die Zivilbevölkerung aus und beeinträchtigen humanitäre Einsätze erheblich. Einige IRC-Mitarbeitende mussten aufgrund der sich zuspitzenden Lage ihre Häuser verlassen. Evakuierungsanordnungen und anhaltende Unsicherheit haben die Programmarbeit in betroffenen Gebieten im Süden des Landes unterbrochen. Auch in der Hauptstadt Beirut sowie im Bekaa Valley, in dem viele Geflüchtete aus Syrien leben, ist die Programmarbeit eingeschränkt. Um die Sicherheit von Mitarbeitenden und Klient*innen zu gewährleisten, hat IRC die Programmarbeit vorübergehend ausgesetzt. Sie wird wieder aufgenommen, sobald dies sicher und möglich ist.

Sherine Ibrahim, Regionale IRC-Vizepräsidentin für den Nahen Osten, Nordafrika und die Ukraine, erklärt: „Gemeinden in der gesamten Region sind von Angst und Unsicherheit geprägt, während die Gewalt weiter eskaliert. Die Zivilbevölkerung darf nicht den Preis für diesen Konflikt zahlen. Wir rufen alle Akteure dazu auf, Zivilist*innen und zivile Infrastruktur zu schützen, humanitären Zugang sicherzustellen und Hilfsorganisationen zu ermöglichen, sicher und unabhängig zu arbeiten. Weiteres Leid und eine umfassende humanitäre Katastrophe müssen verhindert werden – das sollte jetzt oberste Priorität für alle haben.“

IRC fordert alle Konfliktparteien auf, das humanitäre Völkerrecht zu achten, Zivilist*innen und zivile Infrastruktur zu schützen und weiteres Leid zu verhindern.